
Eine Grippe, auch Influenza genannt, kann für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders gefährlich sein. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit koronarer Herzkrankheit, Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt.
Eine Influenza belastet das Herz-Kreislauf-System durch Fieber, Entzündungsreaktionen und einen erhöhten Sauerstoffbedarf. Dadurch können bestehende Herzerkrankungen verschlechtert werden. Außerdem können Komplikationen wie Herzinfarkt, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen auftreten.
Besonders deutlich wird das erhöhte Risiko bei schweren Influenza-Verläufen: Menschen mit einer chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankung haben dabei ein etwa 2,4-fach erhöhtes Risiko für einen tödlichen Verlauf.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine jährliche Influenza-Impfung für Personen, die aufgrund einer chronischen Grunderkrankung ein erhöhtes gesundheitliches Risiko haben. Dazu zählen ausdrücklich auch Menschen mit chronischen Herz- und Kreislauferkrankungen.
Zusätzlich empfiehlt die STIKO die Influenza-Impfung grundsätzlich für alle Personen ab 60 Jahren.
Die Grippeimpfung kann einen schweren Influenza-Verlauf nicht in jedem Fall verhindern. Studien zeigen jedoch, dass sie insbesondere bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen wichtigen Schutz darstellen kann.
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den Risikogruppen für schwere und möglicherweise tödliche Influenza-Verläufe. Die STIKO empfiehlt deshalb eine jährliche Grippeimpfung für diese Personengruppe. Die Impfung kann dazu beitragen, schwere Krankheitsverläufe und kardiovaskuläre Komplikationen zu vermeiden und das Risiko eines tödlichen Verlaufs zu reduzieren.